Analyse, Beratung & Training – Zentrum in Zusammenarbeit mit der LMU München

Britta Schellenberg stellt Hasskriminalitätsstudie vor

im Hamburger Rathaus

22.01.2024


Einladung zur Vorstellung des Forschungsprojekts und Workshop 

Die notwendige Reform des „Kriminalpolizeilichen Meldedienstes – Politisch Motivierte Kriminalität"

am 22. Januar 2023 ab 10.00 Uhr im Bürgersaal des Hamburger Rathauses

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freund*innen,

Straftaten, die der Hasskriminalität zu geordnet werden, werden im „Kriminalpolizeilichen Meldedienst Politisch motivierte Kriminalität" (KPMD-PMK) registriert. Auch wenn das Dunkelfeld dieser Straftaten in den vergangenen Jahren erhellt wurde, gehen Opferverbände von wesentlich höheren Zahlen aus als in der Statistik ausgewiesen.

Für eine erfolgreiche Bekämpfung von Hasskriminalität braucht es jedoch ein realistisches Bild des Ausmaßes und Aufkommens. Hierfür müssen die PMK-Statistik reformiert und die Polizeiarbeit professionalisiert werden.

Wir freuen uns, Ihnen das Policy Paper „Politisch Motivierte Kriminalität und Hasskriminalität: Wissenschaftliche Begutachtung und Vorschläge für die Weiterentwicklung" durch die Autorin Dr. Britta Schellenberg (Ludwig-Maximilians-Universität München) vorab vorstellen zu können. Das Papier wurde von den Landtagsfraktionen der Grünen in Hamburg, Bayern und Thüringen in Auftrag gegeben.

Im Rahmen eines Workshops möchten wir die Empfehlungen des Papers für eine PMK-Reform diskutieren. Neben einem Input von Dr. Britta Schellenberg gibt es eine politische Einführung durch Sina Imhof (Innenpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg) und die Vorstellung der Koordinierungsstelle "OHNe Hass" durch Julia Fischer (Leitung Referatsgruppe Strafrecht, Behörde für Justiz und Verbraucherschutz).

Beginnen wird Dr. Britta Schellenberg mit der Darstellung des wissenschaftlichen Sachstands zu Hasskriminalität sowie der kritischen Analyse des „Kriminalpolizeilichen Meldediensts - Politisch Motivierte Kriminalität". Ein besonderer Fokus wird auf die jüngeren Anforderungen und Entwicklungen bezüglich der Bekämpfung von Hasskriminalität im Netz gesetzt. Darüber hinaus wird sie erörtern, wie eine Weiterentwicklung des KPMD-PMK in der Polizeipraxis die Erfassung und Ermittlungstätigkeit verbessern kann.

In der anschließenden Workshop-Phase wollen wir folgende Kernfragen vertiefen:

1. Wie kann Hasskriminalität in der Polizeipraxis kriminologisch möglichst adäquat erfasst und zielführend verfolgt werden?

2. Ist Hasskriminalität im Netz eine besondere Herausforderung? Braucht es hier eine gesonderte Schwerpunktsetzung bei der Erfassung und Verfolgung?

Abschließend werden Prof. Dr. Eva Groß, Dr. Britta Schellenberg, Julia Fischer und Sina Imhof auf dem Podium einzelne Aspekte vertiefen.

Wir freuen uns auf den Austausch und Ihre anregenden Ideen und Erkenntnisse aus der Praxis. Diskutieren Sie mit!

Die Anmeldung erfolgt per Mail an chiara.kaiser@gruene-fraktion-hamburg.de


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Ja, es hilft, eine diskriminierungsfreie Sprache sowie einen sensiblen, vorurteilsfreien und wertschätzenden Umgang einzuüben. Dieses Projekt kommt zur rechten Zeit!

Reiner Schübel, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, über das Projekt DEN MENSCHEN IM BLICK