Den Menschen im Blick – Workshops, Schulungen und Beratung in Zusammenarbeit mit der LMU München

Beratung und Organisationsentwicklung für Einzelorganisationen


Die oben beschriebenen Schulungen wirken dann besonders nachhaltig, wenn sie Teil einer breiteren Organisationsentwicklung sind. Eine ganzheitliche Organisationsentwicklung sollte fachlich begleitet werden. Von Vornherein sollten Leitungen/ Vorstände in entsprechende Prozessüberlegungen einbezogen und Fachaufsichten aktiv in die Fortbildungen eingebunden werden. Ziel sollte eine Verständigung über den Umgang mit dem Themenkomplex in der gesamten Organisation sein. Dafür ist es beispielsweise hilfreich in der eigenen Organisation Beschlüsse herbeizuführen und ein Leitbild zu entwickeln. Darüber hinaus ist es sinnvoll, diskriminierungskritische Standards für die eigene Institution zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang sollten u.a. grundlegende Fragen geklärt (z.B. Erreichen wir alle Menschen gleichermaßen? Wer arbeitet auf welchen Hierarchieebenen? Was tun, um...zu garantieren, dass...?) und Reaktionen/Prozessabläufe bestimmt werden (z.B. Wie wird mit Rassismusvorwürfen umgegangen? Wie werden bestimmte Gruppenkonstruktionen vermieden?). Auch strukturelle Entwicklungen können hilfreich sein: Es können Ansprechpersonen gefunden und ggf. Schritte hin zum Aufbau einer Anlauf- oder Beschwerdestelle eingerichtet werden.

Das Besondere ist, dass das Projekt auch „das System im Blick“ hat, in dem sich die Menschen bewegen. Und so werden nicht nur Individuen kompetenter im Umgang mit Diskriminierung, sondern Teams, Abteilungen und im besten Fall ganze Organisationen.

Martin Becher, Bayerisches Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenrechte schützen, über das Projekt DEN MENSCHEN IM BLICK