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„Den Menschen im Blick“: Stadtrat beschließt Einführung unseres Fortbildungsprogramms gegen Rassismus und Diskriminierung für die Münchner Stadtverwaltung

06.05.2022


Pressemitteilung vom 6. April 2022
Zentrum „Den Menschen im Blick

„Den Menschen im Blick": Stadtrat beschließt Einführung unseres Fortbildungsprogramms gegen Rassismus und Diskriminierung für die Münchner Stadtverwaltung

Der Verwaltungs- und Personalausschuss des Münchner Stadtrats hat heute mit großer und fraktionsübergreifender Mehrheit beschlossen, unser Fortbildungsprogramm „Den Menschen im Blick" ab dem kommenden Jahr in der Stadtverwaltung zu etablieren. Das Training richtet sich an alle Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung. Es hat das Ziel, (strukturellen) Rassismus und Diskriminierung als Probleme im Arbeitskontext offenzulegen und professionelles, diskriminierungssensibles Handeln zu stärken.

Das Training wurde gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft, Bildungspraxis,
Wohlfahrtsverbänden, Kommunen und NGOs von Dr. Britta Schellenberg mit ihrem
Team an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) entwickelt. Die Fachstelle für Demokratie der Landeshauptstadt München war kontinuierliche Partnerin im Entwicklungsprozess. Das Konzept wurde vom LMU-Team an die Besonderheiten der Stadtverwaltung angepasst und wird nun erstmals in Deutschland in einer Kommune fest verankert. Das LMU-Team bildet Trainer*innen für die Münchner Stadtverwaltung aus und wird die Umsetzung der internen Trainings fachlich begleiten.

„Die Landeshauptstadt München fühlt sich allen Münchner*innen gleichermaßen verpflichtet. Rassismus und Diskriminierung haben hier keinen Platz. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit dem Fortbildungsprogramm ‚Den Menschen im Blick' die Sensibilität und Handlungskompetenz der Münchner Stadtverwaltung bei diesem Thema weiter stärken", erklärt Oberbürgermeister Dieter Reiter zu dem heutigen Beschluss.

Die innerstädtische Verantwortung für die Etablierung des Antidiskriminierungstrainings „Den Menschen im Blick" bei der Landeshauptstadt liegt bei der beim Oberbürgermeister angesiedelten Fachstelle für Demokratie. „Es ist die Aufgabe der Stadtverwaltung, sich immer wieder selbstkritisch mit eigenen Strukturen, Routinen und Verhaltensweisen im beruflichen Kontext auseinanderzusetzen. Da Rassismus und Diskriminierung oftmals auch eine institutionelle und strukturelle Dimension haben, ist es besonders wichtig, dass die Mitarbeiter*innen der Verwaltung Rassismus und Diskriminierung erkennen, mit Betroffenen sensibel umgehen und eine klare Null-Toleranz-Linie bei diesen Phänomenen an den Tag legen", erklärt deren Leiterin, Dr. Miriam Heigl.

Dr. Britta Schellenberg (LMU) sieht die Verankerung des Fortbildungsprogramms in der Kommunalverwaltung der Landshauptstadt München als ein wichtiges Zeichen: „Die deutsche Gesellschaft und die Menschen, die sie ausmachen, werden vielfältiger und offener. Dennoch: Rassismus und Diskriminierung bleiben eine große Herausforderung. Sie verletzen Menschen und stören das wertschätzende Miteinander. Zudem stehen Rassismus und Diskriminierung im Widerspruch zur demokratischen Grundverfasstheit und zum geltenden Recht in Deutschland. Eine rassismuskritische und diskriminierungssensible Praxis ist Voraussetzung dafür, zeitgemäß und professionell in der diversen Stadtgesellschaft zu arbeiten."

 

Pressekontakt:
Zentrum „Den Menschen im Blick"/ LMU München
Dr. Britta Schellenberg
Tel.: + 49 89 2180 9028
E-Mail: britta.schellenberg@lmu.de
Webseite: www.den-menschen-im-blick.de


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Das Projekt „Den Menschen im Blick“ gibt wichtige Impulse für eine professionelle und rassismuskritische Praxis in unserer pluralen Gesellschaft. Besonders spannend finden wir, dass auch institutionelle Routinen in den Blick genommen werden.

Dr. Miriam Heigl, Fachstelle für Demokratie, Stadt München, über das Projekt DEN MENSCHEN IM BLICK