Analyse, Beratung & Training – Zentrum in Zusammenarbeit mit der LMU München

Knowledge-Transfer: Better Together

Kompetent gegen Rassismus und Diskriminierung in Organisationen


Die deutsche Gesellschaft und die Menschen, die sie ausmacht, werden zunehmend vielfältiger und offener. Dennoch werden Personen immer wieder mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert. Abwertende Einstellungen gegen Menschen aufgrund ihrer vermeintlichen Nicht-Zugehörigkeit oder „Andersartigkeit" können in Ungleichbehandlung münden oder zu menschenfeindlicher Hetze und Gewalt führen. Rassismus und Diskriminierung sind keine individuellen Probleme, sie sind durch tradiertes Wissen in Handlungsabläufe eingeschrieben. In Arbeitskontexten werden sie zum institutionellen Problem. Ihnen kann und muss entgegnet werden, da sie die menschliche Würde verletzten, das wertschätzende Miteinander stören und professionelles Arbeiten torpedieren.

Immer mehr Organisationen wollen Menschen gegen Rassismus und Diskriminierung stärken und eine inklusive, von Wertschätzung geprägte Arbeitswelt gestalten.

Ziele

Ziel des Knowledge-Transfer-Projekts ist es ein Evaluationstool zu entwickeln, das ermöglicht, zielgruppenspezifisch Status-Quo- und Bedarfsanalysen in Organisationen durchzuführen. Auf der Grundlage von Daten über die Verbreitung und Wahrnehmung von Diskriminierung sowie über Entgegnungsstrategien in den jeweiligen Organisationen erhalten wir wichtige Erkenntnissen zu Diskriminierung und Rassismus und für das professionelle Arbeiten im 21. Jahrhundert.

Basierend auf diesen Erkenntnissen passen wir unsere Trainings- und Beratungsangebote zielgruppenspezifisch auf aktuelle Herausforderungen an. Ziel ist es schließlich Mitarbeitende, Führungskräfte und Organisationen darin zu stärken, Situationen, in denen es zu Diskriminierung oder Rassismus kommt, zu erkennen und professionell zu klären. Damit wird das Arbeitsumfeld innerhalb der Organisation sensibilisiert, gleichwohl wirken sich die Trainings auch positiv auf den Umgang mit Ratsuchenden und Kund*innen aus.

Durch den kontinuierlichen Knowledge-Transfer garantieren wir Aktualität, Passgenauigkeit, wissenschaftliche Fundierung und damit höchste Qualität.

Hintergrund

Von 2017 bis 2020 haben wir zeitgemäße Trainings- und Beratungsangebote mit den Schwerpunkten Antidiskriminierung und Rassismuskritik entwickelt. Zielgruppen sind öffentliche Verwaltung, Polizei, Unternehmen und Verbände. Seit Juni 2020 werden die Trainings in verschiedenen Organisationen umgesetzt.

Ausgangspunkt der Angebote ist die plurale Demokratie im 21. Jahrhundert (Bezugspunkte sind Sozialisationserfahrungen, Geschichte und Recht in Deutschland), die diverse Gesellschaft sowie Globalität. Die Angebote fußen auf wissenschaftlicher Analyse und sind pädagogisch-didaktisch versiert: multimedial, abwechslungs- und perspektivenreich, analog und digital. Ziel ist es, Grundlagen für die Stärkung von Führungskräften und Mitarbeitenden, Teams, Abteilungen und ganzen Organisationen zu legen. Dadurch kann souverän und professionell mit Beschäftigten ebenso wie Ratsuchenden und Kund*innen in einer zunehmend diversen Gesellschaft umgegangen und Teilhabe inklusiv ermöglicht werden.

Vorgehen

  • Entwicklung eines Evaluationstools

  • Qualitätscheck in Zusammenarbeit mit einem Fachbeirat (Besetzung: Forschung interdisziplinär, Bildungspraxis, Ziel-Organisationen)

  • Durchführung von Trainings und Evaluationen

  • Anpassung des Evaluationstools

  • Weiterentwicklung der Trainings auf der Grundlage der Erhebungen und Analysen

  • Wissenschaftliche Publikationen

Team

Dr. Dorine Boumans (Leitung Evaluation, LMUexcellent)
Dr. Britta Schellenberg (Leitung Entwicklung, Gründungsdirektorin)

Zentrum „Den Menschen im Blick“
Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft
Lehrstuhl für Politische Systeme und Europäische Integration
Projektseite

Ludwig-Maximilians-Universität München
Oettingenstraße 67
80538 München


Das Projekt startet ab Februar 2022. Es wird im Rahmen der Exzellenzstrategie vom Knowledge Transfer Fund der LMU finanziert.

Das Hauptziel ist und bleibt Bewusst-Machung und Haltung zu zeigen. Jeder Mensch muss Verantwortung übernehmen für den Erhalt des demokratischen Gesellschaftssystems und des friedlichen Zusammenlebens.

Brigitte Döcker, AWO Bundesverband, über das Projekt DEN MENSCHEN IM BLICK